Das Karl Ernst Osthaus-Museum oder auch Osthaus Museum Hagen gehört zu den bekanntesten Museen für Moderne Kunst in der Bundesrepublik. Das Kunstmuseum wurde im Jahr 1902 eröffnet und stellte als erstes Museum des neuen Jahrhunderts zeitgenössische Kunst aus, die heute durchweg als Moderne Kunst bezeichnet wird. Ursprünglich wurde das Gebäude als Folkwang-Haus Hagen bezeichnet, später kam es zur Umbenennung nach dem Mäzen Karl Ernst Osthaus. Der Kunstsammler verhalf dabei in den ersten Jahren Künstlern der legendären Kunstgruppe "Die Brücke" zu einem renommierten Ausstellungsort, weitere Kunstschaffende wie z.B. Emil Nolde pflegten in den Folgejahren einen engen Kontakt zu Karl Ernst Osthaus und wurden damals wie heute in eigenen Ausstellungen geehrt.
Dauer- und Wanderausstellungen im Osthaus Museum Hagen
Über die Jahrzehnte hinweg hat sich eine feste Sammlung im Karl Ernst Osthaus-Museum etabliert, die als Dauerausstellung präsentiert wird und dabei sowohl zur Klassischen Moderne wie zur zeitgenössischen Kunst gezählt wird. In der Eingangshalle des Museums werden noch heute Kunstwerke namhafter und weniger bekannter Künstler präsentiert, die bereits zu Beginn des letzten Jahrhunderts ihren Platz im Museum fanden und somit den ursprünglichen Besitz des Mäzens Osthaus darstellen. Ergänzt werden die Exponate in anderen Bereichen des Museums durch Werke von Otto Dix, Erich Heckel, Ernst Ludwig Kirchner und Skulpturen der Moderne, z.B. von den Bildhauern Karl Albiker oder Ansgar Nierhoff. Durch Wanderausstellungen, die regelmäßig das Angebot des Karl Ernst Osthaus-Museums ergänzen, wird zeitgenössischen Künstlern des 21. Jahrhunderts ein Platz eingeräumt, um ihre Werke zu präsentieren und so noch heute den Kunstbegriff in immer neuen Facetten zu präsentieren.
Geschichte des Museumsnamens
Nicht immer diente das Karl Ernst Osthaus-Museum als Ausstellungsort für Moderne Kunst, was sich auch in der Namensgebung des Gebäudes widerspiegelte. Vor allem in den Zeiten des Nationalsozialismus' wurde Kunst der Moderne kaum ein Platz eingeräumt, da sie als sinnentfremdet galt und nicht in Museen präsentiert werden sollte. Zu dieser Zeit erhielt das damalige Folkwang-Museum seinen neutralen Namen Städtisches Museum, wurde nach Ende des Zweiten Weltkrieges jedoch schnell wieder umbenannt und verlieh so auch dem Mäzen Karl Ernst Osthaus den gebührenden Respekt. Der heutige Name Osthaus Museum Hagen wurde bei der Wiedereröffnung im Jahr 2009 verliehen.